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Jeder kennt das. Man dreht sich unruhig von einer Seite auf die andere und kann nicht einschlafen. Gerade in stressigen oder seelisch belastenden Situationen fällt es schwer einzuschlafen. Die Gedanken kreisen im Kopf und lassen einen nicht zur Ruhe kommen.

Wenn jemand an Asthma leidet, dann ist der Schlaf noch weniger erholsam und beeinflusst gravierend die Lebensqualität. Asthmaanfälle treten auch im Schlaf auf, und manche Asthmatiker sind so verängstigt deswegen, dass sie das Einschlafen selbst fürchten. Doch wer Probleme beim Einschlafen hat, der schläft nicht durch und wacht am nächsten Morgen abgeschlagen und müde auf.

Der natürliche Schlafrhythmus kann auch durch Asthmamedikamente negativ beeinflusst werden. Ob und zu welchem Zeitpunkt diese eingenommen werden sollten, sollte mit dem Arzt abgeklärt werden, da durch die Nebenwirkungen der einzelnen Medikamente auch Schlafstörungen auftreten können.

Schlaf und Asthma beeinflussen sich gegenseitig

Verschiedene Studien beschäftigen sich mit dem Wechselspiel von Asthma und Schlafstörungen. Wer Probleme mit seinem natürlichen Schlafrhythmus hat und unter Schlafproblemen leidet, der hat eine höhere Gefahr an Asthma zu erkranken. Eine Studie der Universität Trondheim hat im Jahr 2016 eine Testreihe mit 20.000 Testpersonen zu diesem Thema durchgeführt. Die Testpersonen wurden hinsichtlich ihrer Schlafqualität untersucht und befragt. Das Ergebnis war, je regelmäßiger die Testperson an Einschlafproblemen litt, desto größer war das Risiko Asthmatiker zu werden. Je länger das Problem anhielt, desto größer war das Risiko. Wer über 10 Jahre keine Nacht erholsam geschlafen hat, der hatte ein 92-prozentiges Risiko an Atemwegserkrankungen zu erkranken.

Die Schlafgewohnheiten spielen ebenso eine Rolle. Forscher in Kanada haben 1.684 Jugendliche zu ihrem Schlafverhalten befragt. Unter Berücksichtigung weiterer Risikofaktoren wie Luftqualität, ob Familienmitglieder im Haus rauchten und das Lebensumfeld, fanden sie heraus, dass Nachteulen ein dreifach höheres Risiko hatten, an Asthma zu erkranken, da sie mit ihrem Schlafrhythmus gegen das Schlafhormon Melatonin arbeiten. Dadurch wird der Schlaf weniger erholsam und der Körper kann den Stress weniger gut abbauen. Dieses Zusammenspiel begünstigt ebenfalls die Entstehung von Asthma.

Eine gute Schlafhygiene trägt zum besseren Einschlafen bei

Eine gute Schlafhygiene trägt zum besseren Einschlafen bei

Auf der Webseite des telemedizinischen Gesundheitsdienst DoktorABC steht ein sehr informativer Blogbeitrag, der sich mit dem Thema Einschlafprobleme mit Asthma beschäftigt. Hier sind einige Tipps, die das Einschlafproblem verringern können und sie sind leicht umzusetzen.

  1. Trocknen Sie Ihre Bettwäsche während der Pollensaison nicht im Freien.
  2. Sorgen Sie für die richtige Schlaftemperatur von 16-18 Grad
  3. Nutzen Sie allergiefreundliche Kissen und Decken

Gerade im Frühling und im Herbst sollte darauf verzichtet werden, die Bettwäsche im Freien zu trocknen. Pollen und Gräser setzen sich auf der Bettwäsche ab, was bei Allergiker und Asthmatiker zu Schlafstörungen und Atemprobleme führt. Deswegen ist es besser die Bettwäsche im Keller zu trocknen oder einen Trockner zu nutzen.

Das Schlafzimmer sollte eher kühler sein als der Rest der Wohnung. Die ideale Temperatur liegt zwischen 15 und 18 Grad. Das verhindert ein Überhitzen im Bett und sorgt für angenehmen Schlaf, wobei sich die genaue Temperatur nach dem persönlichen Empfinden richtet. Wichtig ist es, dass einem nicht zu heiß und nicht zu kalt ist. Das eigene Befinden sollte thermoneutral sein.

Daneben beeinträchtigt auch die richtige Wahl der Kissen, Matratze und Decken das Schlafverhalten. Die Matratze sollte frei von Schadstoffen sein und die richtige Stärke haben, also nicht zu hart und nicht zu weich sein. Das Kopfkissen sollte für eine entspannte Kopfposition sorgen, damit die Atemwege frei sind, und die Decke sollte nicht zu schwer sein und für eine angenehme Temperatur sorgen.

Schlafen mit Asthma ist nicht immer eine leichte Angelegenheit. Wer mit Asthma unter Schlafstörungen leidet, sollte sich mit seinen Schlafgewohnheiten und seiner Schlafumgebung auseinandersetzen. Wer versucht diese Hinweise zu beachten, der kann dadurch für eine bessere Schlafqualität sorgen. Störende Faktoren sollten identifiziert und geändert werden, denn schließlich ist ein erholsamer Schlaf auch Lebensqualität.

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