Tipps für die Gestaltung des Eingangsportals

Tipps für die Gestaltung des Eingangsportals

Die Ansprüche an ein modernes Eingangsportal haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Dafür gibt es mehrere Gründe: einer davon ist sicher, dass der Umweltschutz für immer mehr Menschen ein wichtiges Thema ist.

Daher denken viele über die Sanierung des Eigenheims nach. Immerhin tragen die Warmwasseraufbereitung und die Heizung markant zum Anstieg des CO2-Ausstosses bei. Um diesen zu senken, entscheidet man sich besser für eine Eingangstüre mit ausgezeichneten Dämmeigenschaften.

Wärmedämmung als wichtiges Kriterium

Die Eingangstüre verschafft nicht nur Zutritt zu den eigenen vier Wänden, sie schützt das Haus außerdem vor dem Eindringen kalter Luft. Auf der anderen Seite sollte die Türe so dicht abschließen, dass sie keine Heizungsluft nach draußen lässt. Während der kalten Jahreszeit belastet die Heizung das Haushaltsbudget enorm.

Besonders viel kostbare Heizungsluft entweicht durch die Ritzen und Fugen schlecht gedämmter Fenster und Türen. Wärmedämmung ist überall dort ein wichtiges Thema, wo große Temperaturen zwischen dem Innen- und Außenbereich liegen. Es gibt mit dem U-Wert eine Messmethode, um darzustellen, wie viel Energie durch Haustüren (aber auch durch die Fenster und die Fassade) verloren geht.

Die Maßeinheit dafür ist W/m²K – laut Energiesparverordnung dürfen moderne Eingangstüren einen U-Wert von maximal 1,8 W/m²K aufweisen. Je geringer der Wert, umso besser für den Klimaschutz und letztendlich auch für das Haushaltsbudget.

Egal ob man sich für Haustüren mit Seitenteil oder ein traditionelles Modell entscheidet, moderne Türen weisen besonders niedrige U-Werte auf. Varianten mit einer besonders niedrigen thermischen Effizient zeichnen sich mit einem U-Wert von 0,54 bis 0,6 aus.

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Unter anderem hängen die Werte von den gewählten Materialien und von der Größe der Eingangstüre ab. Hier noch einige weitere Hinweise, um die Energieeffizienz der Eingangstüre zu verbessern:

  • Wichtig ist, die neue Eingangstüre von einem Profi einbauen zu lassen. Nur so kann gewährleistet werden, dass sie dicht abschließt
  • Auch die Verarbeitung von Rahmen und Türblatt spielt eine entscheidende Rolle.
  • Bei Eingangstüren mit Glaselementen wählt man am besten Wärmeschutzverglasungen, die aus mehreren Schichten bestehen
  • Dichtungen werden beim Schließen der Türe zwischen Türblatt und Rahmen gequetscht. Dadurch schließt die Türe luftdicht ab.

Doch nicht nur der Austritt von Heizungsluft kann aus Umweltschutz- und Kostengründen zum Problem werden, auch Wasser kann Hausbesitzern Sorgen bereiten.

Wassereintritt vermeiden

Die Türe ist in Sachen Dichtung eine Schwachstelle an der Fassade. Auch wenn moderne Haustüren über einen guten Dämmschutz verfügen, es ist möglich, dass durch den Schlitz an der Unterseite der Türe Nässe eindringt.

Das kann zum Beispiel bei Starkregen passieren oder wenn Schmelzwasser in großer Menge vom Dach auf dem Bereich vor der Eingangstüre fällt. Um sich vor Wasserschäden zu schützen, darf im Bereich unmittelbar vor der Eingangstüre niemals Wasser stehen.

Abhilfe schaffte eine entsprechend breite Bewässerungsrinne, die dafür sorgt, überschüssiges Wasser abzuleiten. Meistens liegt im Erdreich darunter ein Auffangkasten, der über eine Drainage das angesammelte Wasser ableitet.

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Ist es nicht möglich, eine Entwässerungsrinne samt ausgeklügelter Ableitung zu installieren, sollte vor dem Eingangsbereich der Boden mit einem Gefälle von rund 2 Prozent aufgetragen werden. Dann kann das Wasser auf natürlichem Weg abfließen.

Noch besser ist eine Neigung von 5 Prozent, da dann sämtliches Wasser vollständig abläuft. Bedenken sollte man bei einem so starken Gefälle allerdings, dass sich auch vor der Haustüre abgestellte fahrbare Untersätze wie Roller, Fahrräder oder Kinderwägen unter Umständen selbständig machen.

Zusätzlich schützt ein Vordach vor Regen und Schnee. Außerdem ist es bequemer, die Türe beim Nachhausekommen im Trockenen aufzusperren, wenn es regnet.

Moderne Eingangstüren schrecken Einbrecher ab

Die Zahlen sind alarmierend: In Deutschland verschaffen sich alle zwei Minuten Kriminelle unbefugten Zutritt zu Häusern und Wohnungen und bereichern sich illegal. Oft gelangen Einbrecher durch die Eingangstüre in die Innenräume. Einer der Gründe dafür ist, dass viele Eingangstüre bereits in die Jahre gekommen sind und sich von Kriminellen mit wenig Aufwand innerhalb weniger Sekunden öffnen lassen.

Eine der Optionen um für mehr Sicherheit im Eigenheim zu sorgen ist die bestehende Eingangstüre nachzurüsten: Dafür bieten sich Querriegeln, Schutzbeschläge und Zusatzschlösser an. Doch in den meisten Fällen zahlt es sich aus, die komplette Türe auszutauschen und somit perfekten Einbruchsschutz zu gewährleisten.

Wie schnell sich eine Eingangstüre mit oder ohne Werkzeug öffnen lässt, kann man in den Widerstandsklassen ablesen. Die Türen werden in die Klassen RC 1 bis RC 6 eingeteilt. Experten der Exekutive empfehlen Türen in den Widerstandsklassen RC 2 und RC 3. Um eine Türe der Widerstandsklasse RC2 aufzubrechen, brauchen Einbrecher zumindest Schraubendreher und Keile als Werkzeug.

Für die Widerstandsklasse RC 3 sind auch Zangen, Brechstangen und -eisen und einiges an körperlicher Gewalt notwendig. Sie sind für Regionen geeignet, wo es häufig zu Einbrüchen kommt. Um sie zu überwinden, werken Einbrecher rund fünf Minuten. Viele Kriminelle geben jedoch schon davor aus Angst ertappt zu werden, auf.

Untersuchungen haben ergeben, dass rund 40 Prozent der Einbruchsversuche an einer technisch ausgereiften Sicherheitstüre scheitern. Somit macht es Sinn, der eigenen Sicherheit zuliebe in ein hochwertiges Modell zu investieren. Die Klassen RC 4 bis RC 6 werden übrigens im privaten Wohnbau kaum verwendet. Bei diesen Modellen sind die Anforderungen an die Montage und die Fassade nämlich höher.

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