Käfer im Haus: 6 beste Tipps und Hausmittel für die Bekämpfung

Mit einfachen Hausmitteln und Tipps, kannst du kleine und große Käfer im Haus loswerden.

Käfer im Haus- 6 beste Tipps und Hausmittel für die Bekämpfung
Käfer im Haus- 6 beste Tipps und Hausmittel für die Bekämpfung

Kleine und große Käfer in der Wohnung oder im Haus sind unerträglich und benötigen eine sofortige Maßnahme. Nicht nur die Möbel, sondern auch deine Klamotten oder dein Essen können von Käfern vernichtet werden. Deshalb solltest du unsere Tipps, Hausmittel und Tricks kennen, wie du Käfer im Haus ganz einfach, kostengünstig und schnell entfernen kannst.

Woher kommen Käfer im Haus?

Meistens liegt es nicht an mangelnder Sauberkeit, wenn sich Käfer in deiner Wohnung ausbreiten. Es gibt also keinen Grund, dass du ein schlechtes Gewissen haben solltest.

Manchmal gelangen Käfer durch den Einkauf von befallenen Lebensmitteln oder durch Tierfutter in deine Wohnung und breiten sich dort aus. Mit unbehandeltem Parkettholz kannst du Larven des Parkettkäfers bringen. Andere Arten wie der Brotkäfer können fliegen und finden auf der Suche nach Nahrung oder nach einem Platz für die Eiablage den Weg in dein Zuhause.

Rüsselkäfer können zusammen mit Zimmerpflanzen in die Wohnung gelangen. Es kann aber auch sein, dass sie in nahe gelegenen Straßenbäumen wohnen und durch dein offenes Fenster den Weg zu deinen Pflanzen gefunden haben.

Grundsätzlich können Käfer zu jeder Jahreszeit eindringen. Der Brotkäfer beispielsweise kann im Winter im Freien überleben, da ihm sogar Minustemperaturen nichts ausmachen.

Was tun gegen Käfer im Haus?

Grundsätzlich solltest du nach der Entdeckung der Käfer keine Zeit verlieren, auch wenn es sich nur um einzelne Tiere handelt. Je länger du mit der Bekämpfung wartest, desto mehr Gelegenheit haben sie, sich zu vermehren.

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1. Verwende einen Staubsauger

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Du kannst die Käfer, Larven und Eier mit einem Staubsauger aufsaugen. Den Staubsaugerbeutel solltest du anschließend direkt entsorgen, damit sich die Insekten nicht befreien und sich erneut verbreiten. Befallenen Textilien müssen ebenfalls direkt entsorgt werden.

Wenn die Schäden nicht zu groß sind, besteht auch die Möglichkeit, die Teile für über eine Stunde bei 60 Grad in einen Backofen zu legen, um die verbliebenen Schädlinge zu beseitigen. Den Backofen solltest du anschließend gründlich reinigen.

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2. Entferne offene Lebensmittelpackungen

Bei Befall von Lebensmittelschränken und Vorratskammern hilft nur die Entsorgung sämtlicher betroffener Packungen. Offene Packungen in der Umgebung solltest du ebenfalls wegwerfen, auch wenn sie höchstwahrscheinlich nicht befallen sind.

  • Gegen verbliebene Käfer und Larven solltest du Vorratsdosen entweder für eine Stunde bei 60 Grad im Backofen behandeln oder für die gleiche Dauer in den Gefrierschrank legen.
  • Die betroffenen Schränke müssen mit Essig gründlich gereinigt werden. Gegen vorhandene Eier in den Ecken, Ritzen und Scharnieren hilft die zehnminütige Behandlung des Bereiches mit einem Föhn auf höchster Stufe.
  • Den Staub auf der Oberseite der Küchenschränke solltest du ebenfalls entfernen. Es kann auch hilfreich sein, die Oberschränke abzunehmen, da sich dahinter in der Regel Staub und andere Rückstände angesammelt haben.
  • Entsorgte Lebensmittel und Staubsaugerbeutel solltest du nicht in einem Mülleimer in der Wohnung lagern, sondern den Inhalt direkt nach draußen transportieren.

3. Versiegele Ritzen und Fugen

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Ritzen in Holzböden und an Fußleisten solltest du gründlich aussaugen und anschließend versiegeln. Schwieriger ist die Bekämpfung der Parkettkäfer. Klebefallen mit Duftstoffen ziehen die männlichen Käfer an, helfen aber nicht gegen die bereits im Holz vorhandenen Larven.

Befallene Stellen im Holzboden können mit Insektiziden bekämpft werden. Spätestens bei umfangreicherem Befall bleibt als Lösung nur noch der Austausch der betroffenen Parkettteile oder des gesamten Bodenbelages.

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4. Insektenspray oder Heißluftbehandlung

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Gegen andere Holzkäfer kommen Insektizide oder eine Heißluftbehandlung durch den Kammerjäger zur Anwendung. Die Dauer der Behandlung ist je nach Käferart unterschiedlich lang. Eine Hitzebehandlung bei 60 Grad sollte drei Minuten andauern, um Insekten, Larven und Eier zu vernichten.

5. Wische deine Möbel nicht feucht

Holzgegenstände und Möbel in feuchter und kühler Umgebung werden oft vom gemeinen Nagekäfer befallen. Sie sollten in einen beheizten Raum umgelagert und nicht mehr feucht gereinigt werden. Auch feuchtes Wischen um Möbelbeine oder Sockel herum solltest du vermeiden. Dann sterben die Larven meist von allein ab.

Auch eine Hitzebehandlung kann durchgeführt werden, wobei wertvolle Gegenstände von einer Fachfirma behandelt werden sollten, da es bei der Erwärmung von Holz zu Rissbildungen kommen kann.

6. Verwende Insekten-Fallen

  • Rüsselkäfer an Zimmerpflanzen kannst du nachts mit Hilfe einer Lichtquelle aufspüren. Da sie sich bei Gefahr tot stellen, brauchst du sie nur noch aufzusammeln. Im Handel sind für die Bekämpfung von Rüsselkäfern spezielle Ungeziefer-Fallen erhältlich.
  • HM-Nematoden als weiteres Mittel gegen Rüsselkäfer sind im Handel erhältlich. Der Inhalt einer Packung wird in Wasser gegossen und anschließend in die Erde gegeben.
  • Diese Fadenwürmer fressen ausschließlich die Larven des Käfers und richten darüber hinaus keinen Schaden an.
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  • Im Handel sind Mittel auf der Basis von Plankton oder Kieselalgen erhältlich, die als Pulver ausgestreut den Pelzkäfer bekämpfen.
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  • Klebefallen mit Duftstoffen können beispielsweise gegen Teppichkäfer zum Einsatz kommen. Gegen Brotkäfer helfen Fallen mit dem Lockstoff Pheromon.
  • Ebenfalls gegen den Brotkäfer hilft der Einsatz von Lagererzwespen. Es handelt sich um winzige Exemplare, die in einem Röhrchen geliefert werden und in der Nähe der befallenen Stellen freigelassen werden. Sie spüren auch Niststätten auf, die ansonsten schwer oder gar nicht zu finden sind.
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Welche Hausmittel helfen gegen Käfer im Haus?

Die Bekämpfung der Käfer im Haus kann ermüdend und ernüchternd sein. Auch der Kostenfaktor sollte berücksichtigt werden, denn Insektenspray ist nicht gerade eine billige Anschaffung. Deshalb gibt es einfache Hausmittel, die kostengünstig und schnell anzuwenden sind.

  • Gegen viele Käferarten helfen stark duftende Kräuter und ätherische Öle wie beispielsweise Teebaumöl, Zitrone oder Lavendel. Die Insekten werden dadurch vertrieben, bevor sie sich vermehren können.
  • Mottenkugeln und Mottenpapier helfen gegen manche Textilschädlinge wie beispielsweise den braunen Pelzkäfer.
  • Mit einem mit Stroh gefüllter Blumentopf kannst du Rüsselkäfer bekämpfen. Der Topf sollte über Nacht in der Nähe der betroffenen Pflanze aufgestellt werden. Morgens kannst du die Falle entleeren und die Käfer vernichten. Angefressene Wurzeln im Pflanzenballen weisen allerdings auf Larven hin. In diesem Fall solltest du die Erde von den Wurzeln trennen und entsorgen.
  • Diatomeenerde ist ein Hausmittel gegen den braunen Pelzkäfer. Es basiert auf der Kieselalge und ist als Präparat auch über den Handel zu erwerben. Das Pulver dringt durch den Panzer der Käfer und Larven und trocknet diese aus. Eine mehrmalige Anwendung ist erforderlich. Das Pulver sollte weder von Menschen noch von Haustieren eingeatmet werden.
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Welche Käfer im Haus gibt es?

Um Käfer bekämpfen zu können, ist es wichtig, zunächst festzustellen, um welche Käferart es sich handelt.

1. Brauner Pelzkäfer

Der braune Pelzkäfer in der Nah Aufnahme
Der braune Pelzkäfer in der Nah Aufnahme © shutterstock.com | von Tomasz Klejdysz

Der Braune Pelzkäfer gehört zur Familie der Speckkäfer. Er ist etwa vier Millimeter groß und besitzt braune Flügel und rot-gelbe Beine. Er greift hauptsächlich Textilien an und ist deshalb oft in Kleiderschränken und unter Teppichen anzutreffen.

Mit Vorliebe vergreift er sich an Produkten aus Wolle. Die Eier legt er gerne in Holzritzen ab. Da er von Helligkeit angezogen wird, findest du ihn oft auf Fensterbänken oder an den Fenstern selber.

2. Teppichkäfer

Der Teppichkäfer liebt Teppiche
Der Teppichkäfer liebt Teppiche © shutterstock.com | von Tomasz Klejdysz

Der Teppichkäfer wird etwa drei bis vier Millimeter groß und ist rötlich-braun mit hellen Querstreifen in Zickzackform. Auffällig ist die starke Behaarung und der weiße Kopf. Er bevorzugt nicht-pflanzliche Textilien. Dazu gehören auch Pelze, Daunenkissen und Leder. Die Haare des Käfers können Allergien auslösen.

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3. Brauner Brotkäfer

Der Braune Brotkäfer
Der Braune Brotkäfer © shutterstock.com | von Tomasz Klejdysz

Der Braune Brotkäfer ist rotbraun gefärbt und drei bis vier Millimeter groß. Sein Körper ist mit gelblich schimmernden Haaren bedeckt und charakteristisch ist ein kapuzenartiger Überhang über dem Kopf.

Er ist in der Lage zu fliegen und bevorzugt Lebensmittel wie Getreide, Nüsse, Nudeln, Gewürze und Schokolade. Daher ist er häufig in Vorratsräumen und Küchenschränken anzutreffen.

Dort verrät er sich durch kleine selbstgesponnene Netze in der Nähe der Nahrungsquellen. Wenn er nichts anderes findet, ist er auch mit Büchern oder Holz zufrieden.

4. Kornkäfer

Der Kornkäfer in der Nahansicht
Der Kornkäfer in der Nah Ansicht © shutterstock.com | von Cherdchai Chaivimol

Der dunkelbraun gefärbte Kornkäfer ist etwa vier Millimeter groß. Er kann nicht fliegen und hat einen glänzenden Panzer und besitzt einen charakteristischen Rüssel. Charakteristisch sind seine rechtwinklig gebogenen Antennen. Er bevorzugt Getreide, Nudeln und Trockenfrüchte.

Leider ist der Befall schwer zu erkennen, da der Kornkäfer mit seinem Rüssel das Innere der Nahrungsmittel herausfrisst und dort ebenfalls seine Eier ablegt.

5. Reiskäfer

Der Reiskäfer ist sehr braun
Der Reiskäfer ist sehr braun © shutterstock.com | von dba87

Der bräunlich gefärbte Reiskäfer wird etwa drei Millimeter lang. Typisch sind seine vier rötlichen Flecken auf den Flügeln. Er stammt aus den Tropen und wird über importiertes Getreide eingeschleppt.

Die Käfer verschließt die Getreidekörner nach der Eiablage wieder, sodass die Bekämpfung der Larven schwierig ist.

6. Mehlkäfer

Mehlkäfer auf Sägemehl
Mehlkäfer auf Sägemehl © shutterstock.com | von Henrik Larsson

Der Mehlkäfer wird bis zu zwei Zentimeter lang und ist auf der Oberseite schwarzbraun und auf der Unterseite rotbraun gefärbt. Auffällig sind die Längslinien auf seinem Panzer.

Seine Larven werden bis zu drei Zentimeter lang und sind unter der Bezeichnung Mehlwürmer bekannt. Neben Mehl befällt der Käfer auch andere Getreideprodukte.

7. Speckkäfer

Der Speckkäfer in der Nahaufnahme
Der Speckkäfer in der Nahaufnahme © shutterstock.com | von Henrik Larsson

Speckkäfer werden sieben bis neun Millimeter lang und haben auf den Flügeln je einen hellbraunen und einen schwarzen Bereich. Sie ernähren sich von Fleischprodukten, Nudeln, Leder, Textilien und Pelzen.

8. Parkettkäfer

Der Parkettkäfer liebt Böden
Der Parkettkäfer liebt Böden © shutterstock.com | von Janny2

Der Parkettkäfer ist rötlich-braun gefärbt und etwa vier Millimeter groß. Du erkennst ihn an seiner länglichen Körperform mit hellen Längsstreifen. Er greift abgelagertes, trockenes Holz an, um dort seine Larven abzulegen.

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Da er ursprünglich aus den Tropen stammt, befällt er nur Tropen- und Laubhölzer, aber kein Nadelholz in Dachstühlen.

9. Hausbock

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Von Siga – picture of own collection, Gemeinfrei, Link

Im Nadelholz älterer Gebäude ist der Hausbock zu finden. Der braune bis braunschwarze Käfer mit langen Antennen erreicht eine Länge bis zu zwei Zentimeter. Charakteristisch sind die ovalen Löcher, die von den Larven im Holz hinterlassen werden. Allerdings findet sich außerhalb der Gänge kein Holzmehl, sodass der Käfer schwer zu entdecken ist.

Der Hausbock ist auch an seinen kratzenden Fressgeräuschen zu erkennen. Der Käfer wird manchmal auch als Holzbock bezeichnet. Dies ist falsch, denn bei dem Holzbock handelt es sich um eine Zeckenart.

10. Nagekäfer

Nagekäfer am Holz
Nagekäfer am Holz © shutterstock.com | von Tomasz Klejdysz

Der Gemeine Nagekäfer ist drei bis fünf Millimeter lang und behaart. Er ist hell- bis dunkelbraun mit längsverlaufenden Reihen von Punkten auf dem Rücken und besitzt einen kapuzenartigen Überhang auf dem Kopf.

Umgangssprachlich ist er auch als Holzwurm bekannt. Er liebt kühlere Räume und Feuchtigkeit, meidet aber frisch verbautes Holz. Oft ist er in ungenutzten und unbeheizten Räumen zu finden. Zu erkennen ist er an feinem Holzmehl außerhalb der Bohrlöcher.

11. Pflanzen-Rüsselkäfer

Der Rüsselkäfer hat einen großen Rüssel im Gesicht
Der Rüsselkäfer hat einen großen Rüssel im Gesicht © shutterstock.com | von Cherdchai Chaivimol

Eine Art, die nur deine Zimmerpflanzen befällt, ist der Pflanzen-Rüsselkäfer. Er wird bis zu zwei Zentimeter groß und ist in der Dämmerung und nachts aktiv. Seine Larven befallen die Wurzeln und Innenteile der Pflanze und bringen sie zum Absterben.

Der Käfer selber frisst an den Blättern und hinterlässt dort rundliche Löcher. Er kann tagsüber an allen dunklen Orten rund, um die Pflanze zu finden sein.

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Wie kann ich Käfer im Haus vorbeugen?

Die Vorbeugung von Käfer im Haus ist ausschlaggebend für eine gesunde und saubere Umgebung.

Diese Vorbeugungsmaßnahmen solltest du anwenden:

  • Hilfreich ist das Verschließen von Ritzen und Spalten, wie sie beispielsweise in Bodenbelägen oder hinter Fußleisten zu finden sind. Je nach Material benötigst du Silikon oder Klebstoffe.
  • Die Zimmer solltest du täglich und gründlich mit dem Staubsauger von Staub und Haaren befreien.
  • Fliegengitter an den Fenstern erschweren den Insekten den Zugang in deine Wohnung.
  • Wenn im Schrank Mehl oder Tee in der Papierverpackung oder in offenen Schütten gelagert wird, findet ein Käfer paradiesische Zustände vor. Das Gleiche gilt für Gewürze in offenen Päckchen und offene Müslipackungen. Auch unverschlossene Nahrungsmittel im Kühlschrank werden von den Käfern entdeckt.
  • Als Vorbeugung gegen Insektenbefall hilft die Lagerung in luftdicht verschlossenen Behältern, am besten sollten diese aus Glas oder Blech bestehen. Ideal sind Tupperdosen oder Gläser mit Bügelverschlüssen.
  • Deine Lebensmittelvorräte solltest du außerdem regelmäßig kontrollieren. Haushaltsgeräte wie Toaster, Mikrowelle oder Backofen müssen in kurzen Abständen von Lebensmittelresten gereinigt werden.
  • Gegen den Befall durch Holzkäfer hilft die Verwendung von entsprechend imprägnierten Hölzern.
  • Der Teppichkäfer findet Textilien besonders attraktiv, wenn diese Rückstände von Essensresten oder Schweiß aufweisen. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, die Kleiderstangen nach getragenen Teilen zu durchforsten, die du für längere Zeit nicht mehr anziehen wirst, und diese anschließend zu reinigen.
  • Neu erworbene Pflanzen sollten auf Befall durch Rüsselkäfer untersucht werden. Er kann praktisch auf allen Pflanzenarten zu finden sein.

Sind Käfer im Haus schädlich für Menschen?

Auf jeden Fall sind sie kein schöner Anblick, verunreinigen deine Lebensmittel und führen zu unhygienischen Zuständen in deiner Wohnung. Viele Arten kontaminieren nicht nur Lebensmittel, sondern können dort auch das Wachstum von Milben und Schimmelpilzen auslösen, sodass die Übertragung von Krankheitserregern an den Menschen möglich ist.

Der Teppichkäfer ist zu seiner Verteidigung mit Pfeilhaaren ausgelöst. Diese bohren sich bei Berührung in deine Haut ein und führen zu juckenden Quaddeln. Bei manchen Menschen können diese Haare bei Einatmung oder Berührung allergische Reaktionen auslösen.

Was fressen Käfer im Haus?

Dies ist je nach Käferart unterschiedlich. Auch innerhalb einer Art können die Vorlieben je nach Entwicklungsstadium variieren. Im Prinzip kommen fast alle organischen Nahrungsquellen in Betracht.

Manche Käferarten fressen Getreide, Nüsse, Früchte und Getreideprodukte.

Hierzu zählen folgende:

  • Nudeln
  • Reis
  • Mehl
  • Backzutaten
  • Hülsenfrüchte
  • Trockenfrüchte
  • Nüsse

Sogar Hundefutter aus dem Napf kann zu ihrer Nahrungspalette gehören. Manche Arten fressen Textilien, Teppiche und Pelze, dazu kommen Federn, Haare und ausgestopfte Tiere sowie tote Insekten und Nager. Beim Brotkäfer sind auch Leder, Papier und Kork beliebt. Hausmüll kann ebenfalls Käfer anziehen, wenn sie dort ihre bevorzugten Nahrungsmittel finden.

Der Parkettkäfer frisst nicht das komplette Holz, sondern nur den Stärkeanteil. Die übrigen Anteile kann er nicht verwerten, sodass sich feines Sägemehl außerhalb der Bohrlöcher ansammelt und auf das Vorhandensein der Schädlinge hinweist.

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Wie lange überleben Käfer im Haus?

Die Tiere durchlaufen mehrere Stadien vom Schlüpfen über die Verpuppung hin zur Entwicklung zu einem Käfer. Die Länge dieser Prozesse kann sich durch ein reichliches Nahrungsangebot und günstige Umgebungsbedingungen stark verkürzen, sodass sich die Tiere rasant vermehren. Für die Lebensdauer von Käfern können deshalb nur Durchschnittswerte angegeben werden.

  • Brotkäfer, Teppichkäfer und Parkettkäfer leben durchschnittlich 7 Monate, Kornkäfer und brauner Pelzkäfer etwa 18 Monate.
  • Für den Hausbock werden durchschnittlich acht Jahre angegeben. Dies bezieht sich aber ausschließlich auf das Larvenstadium, der Käfer selber lebt nur zwei bis drei Wochen.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Farben der Käfer?

Die Käfer sind je nach Art braun, rötlich-braun oder schwarz gefärbt. Die verschiedenen Körperteile können unterschiedlich gefärbt sein. Es finden sich verschiedene Flecken oder Musterungen auf den Flügeln vor.

Können Käfer Decken und Wände zerstören?

Arten wie der braune Brotkäfer nisten gerne in vorgeschädigtem Holz, der Hausbock eher in Dachstühlen aus Nadelholz. Letzterer kann in kurzer Zeit stark ausbreiten, ohne dass Bohrlöcher oder Holzmehl äußerlich darauf hinweisen würden. Es verbleibt lediglich an der Oberfläche des Holzes eine dünne intakte Schicht. Deshalb kannst du durch Klopfgeräusche den Befall erkennen. Bei Belastung durch starken Wind kann es vorkommen, dass befallene Balken brechen und der ganze Dachstuhl einstürzt.

Bei der Bekämpfung von Käfern in Holzbalken oder Zwischendecken ist der Einsatz eines Kammerjägers erforderlich, da die Stellen oft schwer zugänglich sind.

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In diesem Zusammenhang ist der Befall durch Käfer oft nicht die eigentliche Ursache der Zerstörung, sondern ein Anzeichen auf einen bereits vorhandenen Schaden. Möglicherweise waren die Holzbalken schon durch Pilze geschädigt. Der Käfer sucht in diesem Fall gezielt diese Pilze als Nahrung und verschwindet nach Beseitigung des Schadens von selbst.

Speckkäferlarven können sich in Holz und Mörtel bohren und auf diese Weise nach einiger Zeit Möbel und Gebäudeteile beschädigen. Auch der gemeine Nagekäfer schädigt nicht nur Dachstühle und Gebäudeteile, sondern darüber hinaus Möbel, Musikinstrumente, Kunstgegenstände und alle Gebrauchsgegenstände aus Holz, wenn diese in einer feuchten und mäßig warmen Umgebung gelagert sind.

Fazit

Bei dem ersten Anzeichen von Käferbefall solltest du Gegenmaßnahmen ergreifen, um ein Ausbreiten der Insekten zu verhindern. Dazu ist es wichtig, dass du zuerst die Käferart bestimmst oder durch einen Fachmann bestimmen lässt. Den Befall durch Teppichkäfer erkennst du an dem feinen Sägemehl und kleinen Bohrlöchern im Holz, während ovale Löcher auf den Holzbock hinweisen. Andere Anzeichen können Löcher in Textilien, Büchern oder Löcher und Rückstände in Lebensmittelverpackungen sein. Kleine Netze oder an den Wänden befestigte Kokons in den Vorratsschränken lassen auf den Brotkäfer schließen.

Erst nach der Bestimmung der Käferart kannst du entscheiden, auf welche Art und Weise du den Schädlingen zu Leibe rücken kannst, oder ob es sinnvoller ist, einen Schädlingsbekämpfer zu beauftragen.

Falls befallene Nahrungsmittel die Ursache für die Käferplage waren, solltest du alle Lebensmittel entsorgen, bei denen auch nur entfernt der Verdacht besteht, dass sie mit Käfern in Berührung gekommen sind. Die Vorratsschränke und die Umgebung müssen danach komplett ausgeräumt und gründlich gesäubert werden.

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