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Ein veganer Lebensstil wird in der heutigen Zeit zunehmend beliebter. Ebenso gibt es immer mehr Vegetarierinnen und Vegetarier. Die erhöhte Achtsamkeit auf die Herkunft von Produkten und deren Inhaltsstoffen wird aber nicht nur in Bezug auf die Ernährung großgeschrieben. Auch in der Haar- und Körperpflege steigt die Auswahl an veganen Produkten. Wie gut vegane Haarpflegeprodukte pflegen, worauf es bei ihnen ankommt und auf welche Siegel du achten solltest, erfährst du hier.

Wie gut schneidet vegane Pflege ab?

Vegane Pflege setzt auf tierprodukt- und tierversuchsfreie, natürliche Inhaltsstoffe. Statt Fischleber, Rindertalg oder Seidenprotein werden pflanzliche Alternativen mit gleicher oder sogar besserer Wirksamkeit eingesetzt. Beliebt sind verschiedene Öle sowie Stoffe von Sojabohnen, Hülsenfrüchten, Mandeln oder Weizen.

Dabei dient Argan-, Avocado-, oder Rizinusöl als Ersatz für Honig und verleiht dem Haar einmaligen Glanz. Jasmin- und Kokosnussöl gibt dem Haar Feuchtigkeit und macht es geschmeidig, ohne zu beschweren.

Keratin, das für gewöhnlich aus Hufen oder Federn gewonnen wird, wird durch Proteine aus pflanzlichen Mitteln wie Sojabohnen oder Mandeln ausgetauscht. Ihre Aufgabe ist es die Haarstruktur als Ganze zu kräftigen und somit für gesundes Haar zu sorgen.

Bei schnell nachfettendem Haar können Shampoos und Spülungen mit Brennnessel deinen Körper dabei unterstützen, die Talgproduktion besser zu regulieren. Zusätzlich hat sie eine beruhigende Wirkung und wirkt dem Brennen und Jucken bei sensibler Kopfhaut entgegen.

Bei dünnem Haar oder wenn du zu vermehrtem Haarausfall neigst, können Produkte, die Amaranth beinhalten helfen. Eine darin enthaltene Aminosäure, Lysin, stärkt die Haarfollikel und stärkt die Struktur der Haare.

Ein wahres Wundermittel stellt übrigens die Cranberry dar. Neben einer Menge Vitaminen weist sie einen hohen Anteil an Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren auf, die deinem Haar besonders viel Feuchtigkeit verleihen. Gleichzeitig glättet sie die Haaroberfläche und macht dein Haar damit weich und strahlend.

Warum überhaupt vegane Pflege?

Folgend soll die Frage geklärt werden, warum es vegane Haarpflege braucht und worin das Problem an herkömmlichen nicht veganen Produkten liegt.

Entscheidend gegen Tierversuche

Zur Testung von passender Wirkstoffkonzentration und eventuellen Nebenwirkungen wird leider immer noch auf Versuchen an Tieren wie Affen, Mäusen oder Kaninchen zurückgegriffen. Zwar hat die EU im Jahr 2013 eine Richtlinie zum Verbot von Tierversuchen verabschiedet. Trotzdem kommen diese in Ländern außerhalb der EU immer noch vor, wodurch manche Hersteller derartige Testungen einfach ins Ausland verlegen und die Herkunft verschleiern.

Um sicherzustellen, dass bei der Herstellung deiner Lieblingsprodukte keine Tiere zu Schaden gekommen sind, gilt es bestimmte Label und Kennzeichnungen auf der Verpackung zu beachten (dazu später mehr).

Vegane Pflege verzichtet grundsätzlich auf Tierversuche und möchte durch Verwendung natürlicher Inhaltsstoffe ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Beim Kauf solltest du aufpassen, dass die Produkte nicht nur vegan sondern auch Bio sind. Damit schließt du sowohl das Quälen und Töten von Tieren als auch den Einsatz von chemischen Substanzen aus.

Vermeiden von chemischen, giftigen Inhaltsstoffen

Der Griff zu veganer Haar- und Körperpflege hält nicht nur für die Tierwelt Vorteile bereit. Mit dem Verzicht auf chemische Zusatzstoffe tust du gleichzeitig etwas Gutes für dich und deine Gesundheit.

Als erstes wären da die Parabene. Sie werden als synthetisches Konservierungsmittel eingesetzt. Das Problem: Ihre chemische Struktur weist Ähnlichkeiten mit dem weiblichen Sexualhormon Östrogen auf. Dadurch können Parabene Kreislauf und Körper maßgeblich beeinflussen. Ihnen wird nachgesagt, dass sie Allergien hervorrufen und die Tumorbildung begünstigen.

Darüber hinaus sind ebenfalls Paraffine und PEG häufig in Pflegeprodukten zu finden. Beide schädigen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut und können damit bei langfristiger Verwendung zum Austrocknen dieser führen.

Umweltschutz

Neben Tier- und Eigenschutz hast du mit der Wahl natürlicher, veganer Produkte zudem die Möglichkeit, die Umwelt zu schützen. In vielen Pflegemitteln sowie Kosmetika befinden sich nämlich Mikroplastik, Tenside und Silikone. Alle drei haben den großen Nachteil, dass sie unser Trinkwasser und die Meere verschmutzen. Denn zum Herausfiltern sind sie zu klein.

Auf welche Siegel es ankommt

Damit du zur richtigen Pflege greifen kannst, musst du sie zunächst ausfindig machen. Bei der Erkennung helfen dir verschiedene Siegel für vegane, tierversuchsfreie Produkte. Die wichtigsten stellen wir dir kurz vor:

Da gibt es als erstes ein sehr verbreitetes Siegel der PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), das „PETA-Approved Vegan“- oder „Cruelty-Free and Vegan“-Siegel. Wie der Name schon sagt, steht es für Produkte, die vegan und frei von Grausamkeiten – sprich Tierversuchen – sind. Außerdem bekommen nur Firmen dieses Siegel, die eine tierfreundliche Firmenpolitik an den Tag legen.

Ein weiteres Siegel nennt sich „Leaping Bunny“. Es ist das einzige international gültige Siegel und unterliegt den Human Cosmetics Standards. Produkte, die damit ausgezeichnet werden, dürfen bei der Herstellung keine Tierversuche gemacht haben und natürlich genauso wenig Bestandteile von getöteten oder gequälten Tieren aufweisen. Auch sonst dürfen sie nicht in Verbindung stehen mit Unternehmen, die Tierversuche ausführen.

Der „Hase mit schützender Hand“ vom internationalen Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik (IHTK) hat ein überaus strenges Auswahlverfahren. So darf es weder in irgendeinem Schritt der Herstellung noch beim Endprodukt zu Tierversuchen kommen.

Das „Vegan“-Siegel mit der Sonnenblume wird ebenso zur Kennzeichnung von tierversuchsfreien und veganen Produkten verwendet.

Fazit: Top gepflegt in eine bessere Zukunft

Wer vegane Pflege verwendet, unterstützt nicht nur den respektvollen Umgang mit Tieren und der Umwelt, sondern profitiert obendrein auch selbst vom Verzicht sowohl tierischer als auch chemischer Substanzen. Mithilfe kennzeichnender Siegel weißt du auch, welche Produkte du bedenkenlos kaufen kannst.

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