Das sichere Zuhause | Mit diesen Maßnahmen beruhigt schlafen

Das sichere Zuhause | Mit diesen Maßnahmen beruhigt schlafen
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Das Eigenheim, oder auch die gemütliche Mietwohnung, ist ein Rückzugsort. Viel Anstrengung wird daher in die Einrichtung gesteckt, damit möglichst viel Komfort und Ruhe zuhause vorhanden ist. Doch es gehört mehr dazu, wenn man völlig sorgenfrei wohnen möchte. Sowohl die eigene Sicherheit zuhause, als auch die Bewahrung der großen finanziellen Investition, die eine Immobilie darstellt, sollten möglichst garantiert sein.

Das Zuhause als sicherer Rückzugsort

Nach Hause kommen, bedeutet, sich entspannen und einfach man selbst sein zu können. Für viele Deutsche ist ein privater Rückzugsort daher sehr wichtig. Es ist das Vertrauen in die eigenen vier Wände, das ein Zuhause ausmacht. Hier fühlt man sich sicher und geborgen.

Damit das auch so bleibt, solltest du dein Zuhause gut vor potenziellen Gefahrenquellen abschirmen – und das betrifft Gefahren von außen wie auch von innen. Es sollte nicht erst zu Schäden kommen, bis man das Gefahrenpotenzial realisiert, sei es nun ein Einbruch mit Diebstahl, wovon allein 2018 rund 97.500 Fälle registriert wurden, ein Stromunfall oder ein Brand. Solche Erlebnisse können traumatisch, teils auch lebensgefährlich sein, sodass das Vertrauen in die Sicherheit des Eigenheims erst wieder mühsam aufgebaut werden muss. Dazu kommt oftmals auch ein hoher materieller Schaden, der eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen darstellt.

Besonders, wer eine Familie hat, will sicher sein, dass man sich um das Eigenheim keine Sorgen machen muss. Spezielle Maßnahmen und die richtigen Verhaltensweisen helfen dir dabei, dass dein Zuhause ein sicherer Ort bleibt.

Gefahren von außen – das Haus einbruchssicher machen

Niemand möchte ungebetene Gäste in seinem Zuhause haben – und erst recht keine Langfinger. Damit du dich Tag und Nacht in deinen vier Wänden sicher fühlen kannst, solltest du dein Zuhause mit folgenden Maßnahmen vor Einbrechern schützen.

Verschiedene Alarmsysteme

Alarmanlagen erkennen, wenn sich jemand unbefugt Zutritt zu deinem Haus verschaffen will, und schlagen Langfinger mit einem lauten Signalton in die Flucht. Um diesen Effekt zu gewährleisten, sollte die Sirene mindestens 100 Dezibel laut sein, da bei dieser Lautstärke die Schmerzschwelle beginnt. Bleibt dann nur noch zu entscheiden, welche Alarmanlage es sein soll, denn es gibt vier verschiedene Arten: drahtgebundene, funkbetriebene, WLAN-gebundene und hybride Alarmanlagen.

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Drahtgebundene Alarmanlagen lösen kaum Fehlalarme aus und erfüllen außerdem die strengen Vorgaben der Behörden und Versicherungen. Wenn du eine solche Alarmanlage nachrüstest und sie nicht gleich beim Neubau oder während einer Renovierung installierst, kannst du allerdings die Kabel nicht mehr so gut verbergen, was für manch einen unschön aussieht.

Dieses Problem ergibt sich bei Alarmanlagen, die über Funk oder WLAN betrieben werden, nicht. Diese Varianten kannst du auch bei einem Umzug problemlos mitnehmen. Allerdings sind die wesentlich anfälliger für Störungen, weil die Signale über die Luft beziehungsweise das Internet übertragen werden. Hybride Alarmanlagen sind entweder eine Kombination aus Kabel- und Funkbetrieb oder aus WLAN- und Funkbetrieb und damit entsprechend störungsresistenter oder -anfälliger.

Schlösser und weitere Türsicherungen

Um zu verhindern, dass sich Unbefugte Zutritt zu deinem Haus verschaffen können, ist es vor allem wichtig, die Zugänge abzusichern. Mechanische Sicherungen erschweren Einbrüche erheblich oder machen sie sogar nahezu unmöglich.

Das ist beispielsweise bei speziellen Sicherheitstüren der Fall, wobei es da unterschiedliche Sicherheitsklassen gibt: Je nach Klasse ist der Wirkungsgrad höher oder niedriger. Besonders empfehlenswert sind solche Sicherheitstüren als Ersatz für herkömmliche Haus- oder Kellertüren. Wer sein Eigenheim neu oder umbaut, sollte sich eine zertifizierte einbruchhemmende Tür einbauen lassen.

Ansonsten gibt es auch mehrere Möglichkeiten, die Außentüren nachträglich abzusichern und entsprechende Vorkehrungen nachzurüsten. Beispielsweise erhöht ein gutes Zusatzschloss mit Sperrbügel den Sicherheitswert einer Tür. Der Sperrbügel verhindert, dass die spaltbreit geöffnete Tür aufgestoßen werden kann.

Es gibt auch elektronische Zusatzschlösser, die für mehr Sicherheit sorgen, weil sie Einbrüche und Einbruchversuche an das Alarmsystem melden, an das sie gekoppelt sind. Mechatronische Zusatzschlösser vereinen die Vorteile von mechanischen und elektronischen Sicherheitsschlössern und setzen Einbrechern somit einen hohen mechanischen Widerstand entgegen: Attacken durch Kuhfuß, Schraubendreher und ähnliche Werkzeuge wehren sie ab und verhindern dadurch Einbrüche.

Schließanlagen sichern das Türschloss durch mehrfache Verriegelung ab und verhindern, dass sich Einbrecher daran zu schaffen machen können. Solche Schließanlagen enthalten außerdem einen Mechanismus, der dafür sorgt, dass die Tür nicht aus den Angeln gehoben werden kann.

Du kannst deine Außentüren auch durch Querriegelschlösser gut absichern. Diese werden einfach an die Tür aufgeschraubt und sind nach der Montage fest im Mauerwerk oder am Türrahmen verankert. Keller- und Nebeneingangstüren kannst du ebenfalls mit einem Querriegelschloss oder auch mit massiven Schubriegeln oder starken Vorlegestangen aus Holz oder Stahl wirkungsvoll absichern.

Fenster einbruchssicher machen

Auch deine Fenster sollten mit einer mechanischen Sicherung ausgestattet sein. So sind Sicherheits- und Zusatzschlösser nicht nur für Türen, sondern auch für Fenster sinnvoll und wirksam gegen Einbrüche. Aufschraubsicherungen verhindern, dass jemand deine Fenster aufhebelt. Diese gibt es in verschiedenen Varianten, beispielsweise Drehkippbeschläge, Hintergreifsicherungen, Querriegelschlösser und Stangenschlösser.

Oft versuchen Langfinger in ein Haus zu gelangen, indem sie die Rollläden hochschieben und die Scheiben einschlagen. Doch auch dagegen gibt es Schutzmaßnahmen. Rollladenbetriebe mit Hochschiebeschutz verhindern, dass jemand trotz geschlossener Rollläden in das Haus eindringen kann.

Außerdem kannst du spezielle Einbruchschutzfolien auf die Fensterscheiben kleben. Sie sind absolut transparent und somit für Dritte nicht zu erkennen. Wenn jemand die Scheibe einschlägt, splittert das Glas zwar, aber die Folie hält die Scherben an ihrem Platz, sodass keine Öffnung entsteht.

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Fenster, die häufig gekippt sind, wie etwa die im Badezimmer, oder die im Erdgeschoss liegen, kannst du mit einem stabilen Fenstergitter absichern und damit Einbrüche verhindern.

Kellerlichtschächte bieten Einbrechern gute Einstiegsmöglichkeiten in das Haus – es sei denn, sie sind gut gesichert. Effektiv sind Rollenrostsicherungen, Elemente aus stahlarmierten Glasbetonbausteinen und Abhebesicherungen für die Gitterroste.

Kameras, Bewegungsmelder und Co.

Ergänzend zum mechanischen Schutz an Türen und Fenstern kannst du deine Haus- oder Wohnungstür mit einem Winkelspion ausstatten. Dieser sollte eine Reichweite von mindestens 180 Grad haben, damit du sehen kannst, wer sich vor deiner Tür befindet. Alternativ dazu kannst du dich vor ungebetenen Gästen schützen, wenn du eine Türsprechanlage installierst, die mit einer Videokamera gekoppelt ist.

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Generell hast du die Möglichkeit, deinen Eingangsbereich mit einer Videokamera zu überwachen. Im Ernstfall trägt das zur Aufklärung von Einbrüchen und Diebstählen bei. Aus datenschutzrechtlichen Gründen musst du allerdings darauf achten, dass du nur das eigene Grundstück filmen darfst, nicht aber die Straße und das gegenüberliegende Grundstück. Andernfalls verletzt du die Persönlichkeitsrechte von ungefragt aufgenommenen Personen.

Der Bereich vor deiner Haustür und der Zugangsweg sollten in den Abend- und frühen Morgenstunden außerdem ausreichend beleuchtet sein. Ideal ist dafür ein Bewegungsmelder, denn dann siehst du gleich, wenn sich jemand dem Haus nähert. Die plötzlich einsetzende Beleuchtung kann dabei helfen, Langfinger zu verschrecken und damit Schlimmeres zu verhindern. Achte aber darauf, dass ungebetene Gäste keinen Zugriff auf die Strahler, Bewegungsmelder oder die Stromversorgung haben und sie dadurch manipulieren können.

Grundsätzliche Sicherheitstipps

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Die vielen Schutzmaßnahmen nutzen aber nur etwas, wenn du ein paar simple, aber sehr wichtige Dinge beachtest:

  • Lass deine Türen und Fenster niemals unbeaufsichtigt offenstehen, auch nicht für wenige Minuten.
  • Überprüfe vor dem Verlassen des Hauses immer, ob alle Türen und Fenster geschlossen sind.
  • Auch gekippte Fenster sind eine ungewollte Einladung für Einbrecher.
  • Schließe deine Haustür zweifach ab, auch wenn du das Haus nur für kurze Zeit verlässt.

Smart-Home-Sicherheit

Immer mehr Verbraucher statten ihr Zuhause mit Smart-Home-Systemen aus. Mit einem solchen System werden ausgewählte Komponenten aus den Bereichen Haushaltstechnik, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik miteinander vernetzt und gekoppelt gesteuert, um damit bestimmte Abläufe zu automatisieren. Das ist nicht nur komfortabel für den Alltag, sondern sorgt auch für mehr Sicherheit zuhause.

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Eine smarte Überwachungskamera schickt ihre Aufnahmen direkt an dein Smartphone – so weißt du jederzeit, wer sich gerade in der Nähe deines Eigenheims aufhält. Bewegungssensoren an Fenstern registrieren es, wenn sich jemand daran zu schaffen macht, und aktivieren die Alarmanlage, sobald sie von Unbefugten geöffnet werden.

Garage, Türen und Fenster, die an das Smart-Home-System angeschlossen sind, kannst du auch noch von unterwegs schließen, sodass niemand in dein Haus gelangt. Mit diesen Sicherheitsmaßnahmen hast du die Möglichkeit, frühzeitig die Polizei einzuschalten und einzugreifen, bevor es zum Einbruch kommt.

Gefahren von innen – den Alltag sicher gestalten

Mit dem Schutz vor Gefahren von außen ist es leider noch nicht getan, denn auch im Haushalt lauern einige Gefahrenquellen, gegen die du dich schützen solltest. Nicht umsonst passieren die meisten Unfälle Zuhause.

Schutz vor Überspannungsschäden und Feuer

Smart-TV, intelligente Haustechnik – moderne Haushalte sind mit reichlich digitalen Geräten ausgestattet. Diese Technik ist praktisch, aber auch hochsensibel und anfällig für Störungen. Ein Blitzeinschlag in das Eigenheim oder in der Nähe kann da schnell für Überspannungsschäden sorgen – und das ist in der Regel eine teure Angelegenheit. Im schlimmsten Fall verursacht der Blitzeinschlag einen Brand, der für die Hausbewohner lebensbedrohlich werden kann.

Ein äußerer Blitzschutz, sprich Blitzableiter, ist für Privathäuser zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber immer noch die einzige Möglichkeit, sich vor einem Blitzeinschlag zu schützen. Der Überspannungsschutz, auch innerer Blitzschutz genannt, ist allerdings schon seit dem 15. Dezember 2018 auch für Privathäuser Pflicht.

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Sehr wichtig für die persönliche Sicherheit im Eigenheim, wenn nicht sogar lebensrettend, sind die Mechanismen, die frühzeitig Rauchentwicklung und einen Brand erkennen oder das Feuer bekämpfen. Zu den Mechanismen, die Brände registrieren und Alarm schlagen, gehören die Rauchmelder, die inzwischen in ganz Deutschland Pflicht sind.

Da ist es wichtig zu wissen, auf welche Gebäude und welche Räume sich die Rauchmeldepflicht konkret bezieht. Grundsätzlich gilt sie für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung. Genauer gesagt muss sich in jedem Schlaf- und Kinderzimmer – je nach Raumgröße – mindestens ein Rauchmelder befinden, außerdem in allen Räumen, die beim Verlassen dieser Zimmer passiert werden müssen, um nach draußen zu gelangen. Sprich Flure und Durchgangszimmer. Für den Einbau der Rauchmelder ist der Vermieter oder der Hauseigentümer verantwortlich.

Endstehende und kleine Brände kannst du mit einem Handfeuerlöscher selbst löschen und damit eine gefährliche Rauchentwicklung und größere Schäden vermeiden. Deswegen ist es sinnvoll, einen solchen Handfeuerlöscher im Haus oder in der Wohnung aufzubewahren – am besten dort, wo du ihn im Notfall schnell erreichen kannst.

Der im Feuerlöscher enthaltene Schaum lässt sich gezielt einsetzen, ohne die Einrichtung zu verunreinigen. Allerdings nutzt ein Feuerlöscher nur etwas, wenn er auch funktionstüchtig ist. Um das zu gewährleisten, solltest du ihn alle zwei Jahre überprüfen lassen. Ein ausgelöster Feuerlöscher muss in einem Fachbetrieb wieder einsatzfähig gemacht werden.

CO-Warnmelder

Mindestens genauso gefährlich wie ein Brand in den eigenen vier Wänden ist es, wenn man Kohlenmonoxid einatmet. Schon wenige Atemzüge können lebensbedrohlich sein und oft ist es zu spät, um Hilfe zu holen. Das Gas kann meist unbemerkt austreten, weil es geruchs- und geschmacksneutral ist. Kohlenmonoxid entsteht vor allem dann, wenn der Verbrennungsprozess in Öfen, Gasthermen oder Kaminen gestört ist, weil sie verdreckt oder die Abzüge verstopft sind. Wegen der unzureichenden Sauerstoffzufuhr können Kohle oder Gas nicht vollständig verbrennen, stattdessen sammelt sich Kohlenmonoxid im Innenraum. Der gleiche Effekt stellt sich ein, wenn man in geschlossenen Räumen mit Holzkohle oder Gas grillt.

Sorge daher immer dafür, dass du beim Grillen im Haus intensiv lüftest, wobei ein gekipptes Fenster und eine offene Tür nicht ausreichen. Wichtig ist auch, dass Öfen, Kamine und Gasthermen regelmäßig gewartet und gereinigt werden, damit die Abzüge frei sind und sämtliche Gase entweichen können.

Sehr nützlich ist ein CO-Warnmelder. Im Gegensatz zum Rauchwarnmelder, der für jedes Wohnhaus verpflichtend ist, muss man keinen CO-Melder haben. Die Anschaffung lohnt sich aber, auch wenn Unfälle mit Kohlenmonoxid eher selten vorkommen. Sobald der Melder eine erhöhte Kohlenmonoxidkonzentration registriert, schlägt er Alarm. Das verschafft dir wertvolle Zeit, rechtzeitig den Raum zu verlassen und an die frische Luft zu gehen.

Wasserschäden vermeiden

Ein Wasserschaden ist eine sehr kostspielige Angelegenheit: Raumdecken, Wände und Fußböden müssen saniert und Habseligkeiten, die in Mitleidenschaft gezogen wurden, ersetzt werden. Der Schaden ist vor allem deswegen so groß, weil ein Wasserschaden meist erst spät bemerkt wird. Etwa dann, wenn sich bereits Stockflecken an den Wänden bilden oder Wasser von der Decke tropft. Die eigentliche Ursache besteht dann oft schon eine ganze Weile, bis der Schaden sichtbar wird. Das kann ein Leck in einer Leitung sein oder ein Wasserrohrbruch.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, solltest du hin und wieder auf den Wasserzähler schauen. Dreht sich der Zähler weiter, obwohl gerade kein Wasser im Haus verbraucht wird, ist das ein Hinweis für eine defekte Leitung. Auch wenn der Wasserdruck abfällt, kann das ein Zeichen für ein Leck sein. Wenn du den Schaden früh genug erkennst, ersparst du dir viel Ärger.

Damit du nicht selbst ein Leck in der Leitung verursachst, solltest du vor jeder Wandbohrung sicherstellen, dass an der Bohrstelle keine Leitung hinter der Wand liegt. Außerdem ist es wichtig, dass du Maßnahmen ergreifst, um die Wasserleitungen im Winter vor dem Zufrieren zu schützen. Dazu gehört, dass du in Räumen, die normalerweise nicht beheizt werden, die Fenster geschlossen hältst und bei Dauerfrost im ganzen Haus die Heizung aufdrehst.

Dachrinnen und Fallrohre sollten immer frei von Laub und Dreck sein, damit das Wasser jederzeit ungehindert abfließen kann und nicht im Rohr gefriert. Wichtig ist auch, dass die Wandanschlüsse von Waschbecken, Dusche und Badewanne sowie die Fugen zwischen den Fliesen in Ordnung sind und dass die Wasser- und die Spülmaschine regelmäßig gewartet werden.

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FI-Schutzschalter

Eine weitere Gefahrenquelle im Haushalt ist der Strom. Wenn man einen Stromschlag abbekommt, ist das zum einen schmerzhaft und kann zum anderen ernste Folgen haben, wie etwa Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern. Im schlimmsten Fall kommt es zum Herz- oder Atemstillstand. In modernen Gebäuden sorgt ein Fehlerstromschutzschalter, kurz FI-Schutzschalter, dafür, dass es nicht zu solchen verheerenden Folgen kommt.

Der FI reagiert bereits auf eine Stromstärkendifferenz von 10 bis 30 Milliampere und schaltet den betroffenen Stromkreis nach wenigen Sekunden ab. Das schützt nicht nur vor gefährlichen Stromschlägen, sondern auch vor Kabelbrand.

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Seit 2009 ist es gesetzlich vorgeschrieben, einen solchen FI-Schutzschalter in jedem Neubau zu installieren. Allerdings gibt es für Altbauten keine Nachrüstpflicht. Dementsprechend ist der Schalter, der für die Sicherheit so wichtig ist, in älteren Häusern oft nicht vorhanden. Falls du in einem solchen Haus wohnst, solltest du einen FI-Schutzschalter nach Möglichkeit nachträglich einbauen lassen.

Exkurs: Kindersicheres Wohnhaus

Wenn kleine Kinder mit im Haushalt leben, ist besondere Vorsicht geboten. Babys und Kleinkinder sind sehr neugierig und darauf erpicht, ihre Umgebung genau zu inspizieren. Damit sie auf ihren Entdeckungstouren sicher sind, musst du mit besonderen Maßnahmen für ausreichend Schutz vor Gefahren sorgen.

Spezielle Schutzkappen auf allen Steckdosen, die für die Kinder erreichbar sind, sorgen dafür, dass die kleinen Finger nicht in die Steckdose geraten und dadurch einen gefährlichen Stromschlag erleiden. Generell sollten kleine Kinder keinen Zugang zu elektronischen Geräten haben und es sollten auch keine Kabel lose herumliegen oder in erreichbarer Höhe hängen.

Um zu verhindern, dass die Kinder giftige Substanzen zu sich nehmen, solltest du Medikamente sowie Putz- und Waschmittel und ähnliche Haushaltsmittel nur in abschließbaren Schränken aufbewahren oder die Schränke und Schubladen mit speziellen Sicherungsriegeln versehen, damit sie nicht von Kindern geöffnet werden können.

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Damit die kleinen Entdecker sich nicht verletzen, ist es sinnvoll, die Treppen an ihren Enden mit speziellen Gittern auszustatten. So können die Kinder nicht unbemerkt auf die Stufen krabbeln und gefährlich stürzen.

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