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Kennen Sie den Ort, an dem sich die ganze Familie – mal mehr, mal weniger freiwillig- trifft? Einen Ort, der Begegnung und unmittelbaren Nähe? Unerfahrene würden sagen, dass es das Familiensofa sei. Oder vielleicht der Esstisch. Nein, viel näher kommen sich Mann, Maus und Kinder in der Besucherritze. Doch wer kam bloß auf diesen schlüpfrigen Namen und wie kann man die Besucherritze füllen?

Was ist eine Besucherritze?

Damals bei Oma hast du sie schon gehasst. Wenn du dich in dem großen Doppelbett lang machen wolltest, wurdest Du von der berühmten Besucherritze verschluckt.

So heißt im Volksmund die Bettritze, die sich zwischen zwei Matratzen unterschiedlicher Größe und Härte auftut.

Doch woher kommt dieses menschenfressende Ungetüm? Schlafmediziner und Orthopäden raten zu individuell angepassten Matratzen.

Also trabst Du brav ins Matratzengeschäft, um für Dich wie auch für Deinen Liebsten oder Deine Liebste eine passende Matratze zu besorgen. Doch genau hier lauert die Besucherritze. Denn dort, wo Federkern- auf Latexmatratze, extra hart auf extra weich oder Schwergewicht auf Fliegengewicht trifft, entsteht die Besucherritze.

Lesetipp → Gift in Matratzen: Ist meine Matratze betroffen?

Warum heißt es Besucherritze?

Besucherritze bezeichnet die Lücke zwischen zwei Matratzen oder Aufteilung im Sofa.

Besucherritze bezeichnet die Lücke zwischen zwei Matratzen oder Aufteilung im Sofa.

Dazu hat der Volksmund zwei Erklärungen parat. Zum einen, das ist die harmlose Variante, leitet sich die Besucherritze von den nächtlichen Besuchen der Kinder im elterlichen Ehebett ab, die darin verschwinden können.

Die nicht jugendfreie Variante besagt, dass darin der „Besucher“ der Ehefrau abtauchen könne, wenn der Göttergatte auftaucht.

Egal, welche Erklärung man bevorzugt, so bringen sie doch eins zum Ausdruck: Eine Besucherritze stört und nervt beim Kuscheln. Sei es, dass beim Liebesspiel der Fuß drin hängenbleibt (oder andere Körperteile) oder eine Zeit später immer die Kinder reinrollen, ist das Phänomen überaus lästig.

Wie kann ich eine Besucherritze füllen?

Bösartige Eltern würden sagen: Einfach eine ausreichende Anzahl an Kindern hineinrollen lassen, dann passt das schon. Es gibt aber auch sozial verträglichere und günstigere Möglichkeiten:

  • mit einer Decke die Lücke stopfen,
  • einen Kaltschaumblock zurechtstutzen,
  • eine Liebesbrücke
  • oder ein Matratzenkeil nutzen,
  • die tiefere Matratze unterfüttern,
  • mit einem Matratzentopper aufpolstern,
  • oder auf eine durchgehende Matratze umstellen.

Alle Varianten haben Vor- und Nachteile, die wir Dir im Folgenden aufzeigen wollen.

Was ist eine Liebesbrücke?

Vielerorts findest Du an Brückengeländern sogenannte Liebesschlösser, in denen die Namen und evtl. ein wichtiges Datum eines Liebespärchens eingraviert sind. Das sind aber keine Liebesbrücken.

Die Liebesbrücke, die wir meinen, besteht meistens aus einem Kaltschaumstreifen, der keilförmig zuläuft und an der Oberkante eine schirmförmige Abdeckung hat.

Schiebt man diesen Streifen zwischen die Matratzen, sorgt er für eine durchgehende Liegefläche mit einer minimalen Wölbung. Es kann also keiner mehr in der Besucherritze verschwinden oder hängen bleiben – freie Bahn für die Liebe.

Matratzenkeil oder Liebesbrücke, was ist besser?

Das ist eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels. Matratzenkeile verfügen oft über eine glatte Kante, keinen gewölbten Abschluss.

Das macht sie manchmal anfälliger für das Verrutschen. Sie eignen sich aber besser für den Ausgleich extremer Höhenunterschiede.

Vorsicht bei der Onlinebestellung: Hinter dem Artikel „Matratzenkeil“ verstecken sich viele Arten von Keilen, zum Beispiel für die Kopfhochlagerung bei Schnarchern oder eine verbesserte Seitenlagerung. Achte genau auf die Artikelbeschreibung.

Welche Matratzen helfen gegen Besucherritzen?

Paarmatratzen, Kingsize-Matratzen und Matratzen mit Höhenverstellung können gegen Besucherritzen helfen.

Paarmatratzen, Kingsize-Matratzen und Matratzen mit Höhenverstellung können gegen Besucherritzen helfen.

Natürlich kannst du bei einem Neukauf direkt die Besucherritze vermeiden.

1. Paarmatratze

Paarmatratzen sind zum Beispiel eine Alternative zu zwei einzelnen Matratzen. Allerdings sind dafür ein paar Voraussetzungen nötig.

Du und dein Partner oder deine Partnerin sollten ungefähr das gleiche Gewicht auf die Waage bringen. Denn eine Matratze sollte auf das Gewicht des „Schläfers“ abgestimmt sein und die Wirbelsäule im Schlaf bestens unterstützen. Vielleicht hast Du es in einem nicht mehr ganz so neuen Hotel schon erlebt, dass Du auf einer weichen, durchgelegenen Matratze das Gefühl hattest, mit dem Gesäß durchzuhängen. Am nächsten Morgen fühlst du dich wie gerädert.

Daher ist die optimale Abstimmung der Matratze so wichtig.

2. Kingsize-Matratzen

Das Gleiche gilt für Kingsize-Matratzen. Sollten die Nächte überwiegen, in denen du dein Bett für dich allein hast, dann kannst du dir gut eine solche Matratze anschaffen. Ansonsten heißt es eher, zu anderen Lösungen zu greifen.

Wer eine Paarmatratze optimal anpassen möchte, greift zu einer Matratze mit zwei unterschiedlichen Kernen, die in einem Bezug untergebracht sind.

3. Matratzen mit Höhenunterschied

Hier wird es komplizierter. Für den Ausgleich verschiedener Höhen hast du mehrere Möglichkeiten.

Du kannst zum einen, die niedrigere Matratze einzeln mit einem entsprechenden Topper oder einer Matratzenauflage ausstatten. Zum anderen kannst du einen dicken, durchgehenden Topper, wie etwa für Boxspringbetten, nutzen. Durch die dicke, anschmiegsame Füllung spürt ihr den Höhenunterschied nicht mehr.

Möchtest Du die Matratzen weiterhin individuell verstellen können, hilft es, die niedrigere Matratze mit einer Unterlage zu unterfüttern und damit den Höhenunterschied auszugleichen.

4. Matratzen ohne Randverstärkung

Bei Matratzen mit Randverstärkung eignet sich am besten die Liebesbrücke. Allerdings wirst du immer das Problem haben, dass der Matratzenrand etwas knubbelig durchzufühlen ist. Beim Neukauf greife also am besten zu einer Matratze ohne Randverstärkung.

Mehr zu den unterschiedlichen Matratzentypen und ihren Vorzügen findest du in unserer Kategorie Matratzen

Was bringt eine Unterfederung?

Ein Lattenrost besteht immer aus einem Rahmen und einer Belattung. Die Latten können je nach Federungswunsch breiter oder schmaler sein, enger oder weiter auseinander oder an bestimmten Stellen besonders gelagert sein. Für Doppelbetten gibt es keine durchgängigen Lattenroste.

Die Latten würden bei dieser Länge gefährlich durchhängen. Stattdessen musst du ein Doppelbett ab einer Breite über 1,40 Meter mit zwei einzelnen Lattenrosten ausstatten. Unterfederung heißt dabei, dass die Latten über den Rahmen hinausragen und somit eine durchgängige Liegefläche ermöglichen. Sind die Latten im Rahmen versenkt, spürst du dort, wo die Lattenroste aufeinandertreffen den harten Rahmen. Das wird mit einer Unterfederung vermieden.

Ihr beiden könnt Eure Betten individuell einstellen, der Rahmen stört dabei aber nicht den Liegekomfort auf der ganzen Fläche.

Wie kann ich eine Besucherritze vermeiden?

Wie du schon weißt, ist es beim Neukauf relativ einfach, eine Besucherritze zu vermeiden. Wenn ihr ungefähr von gleicher Statur seid, müsst ihr euch nur auf einen gemeinsamen Härtegrad einigen und eine Paar- oder Kingsize Matratze wählen.

Braucht ihr individuelle Stärken, ist der Bezug mit zwei Kernen die beste Lösung.

Sind die Matratzen beziehungsweise das Ritzenproblem schon vorhandenen, helfen Euch die Tipps aus dem Artikel, wie etwa der Topper oder die Liebesbrücke. Wir wünschen dir eine erholsame Nacht.

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