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Die Schlafqualität hängt stark von den Materialien ab, die für Bettdecke und Kopfkissen verwendet werden. Abhängig von der Füllung sind beispielsweise Feuchtigkeitsregulierung und Atmungsaktivität mehr oder weniger stark ausgeprägt. Gleiches gilt für die wärmende beziehungsweise kühlende Funktion. Dieser Ratgeber fasst wesentliche Kaufkriterien zusammen und klärt über die individuellen Eigenschaften empfehlenswerter Materialien auf.

Jahreszeitliche Ansprüche einbeziehen

Aufgrund der individuellen Bedingungen, die während der Sommer- und Wintermonate herrschen, sind die Anforderungen an Decken und Kissen gleichermaßen unterschiedlich. Für kalte Tage ist ein hohes Wärmevermögen entscheidend. Ansonsten wird es im Bett schnell ungemütlich und die Nachtruhe leidet unnötig.

Nicht zu vergessen: Wärmt eine Decke im Winter ausreichend, lässt sich die Raumtemperatur angemessen senken und damit Energie sparen. Für Winterdecken sind unter anderem Daunen ideal. Ihr Wärmevermögen ist gegenüber pflanzlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen klar im Vorteil. Besonders warm, wird es unter Decken mit Eiderdaunen von der Eiderente. Sommerdecken sollten hingegen kühlen und einem Hitzestau vorbeugen.

„Hier kommen zum Beispiel Materialien wie Seide, Leinen und Baumwolle in Frage“, lautet der Verbrauchertipp des Ratgeberportals bettdecke.org, wo neben allgemeinen Informationen konkrete Produktempfehlungen zu finden sind. Zudem kann auf der Internetseite gezielt nach favorisierten Decken wie Modelle aus Kamelhaar oder Federdecken recherchiert werden.

Wärmeklassen sind bei der Suche nach der perfekten Bettware eine praktische Orientierungshilfe. Oft wird zwischen Sommer-, Winter- und Ganzjahresdecken unterschieden. Auch bei Kissen ist die Wärmewirkung ein elementares, wenn auch nicht das wichtigste, Merkmal.

Tipps für Allergiker

Bettware aus Synthetik (z.B. Polyester, Polyamid) erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch unter Allergikern. Synthetische Materialien lassen sich wunderbar waschen und zuhause trocknen. Sie verklumpen nicht und sind günstig. Die komfortable Pflege ist insbesondere für diejenigen wichtig, die empfindlich auf Hausstaubmilben reagieren.

Nachteilig: Synthetik ist ein schlechter Wärmespender. Allergiker, die schnell schwitzen, sind mit Lyocell Bettzeug gut beraten. Dieses Material ist pflegeleicht, lässt sich dementsprechend gut waschen sowie im Trockner trocknen, und überzeugt mit temperaturausgleichender Funktion. Das Feuchtigkeitsmanagement ist im Vergleich zu Synthetik besser, die Atmungsaktivität ausgezeichnet.

Hinweis: Lyocell wird zwar industriell gefertigt, besteht aber aus Cellulose und damit aus einem pflanzlichem Rohstoff.

Kopfkissen müssen sich anpassen!

Einer der größten Fehler, der im Zusammenhang mit Kopfkissen gemacht wird, betrifft die Schultern. Die liegen bei vielen Menschen auf dem Kopfkissen. Dabei wäre es für die Halswirbel wesentlich gesünder, die Schultern hätten ausschließlich Kontakt mit der Matratze.

Um diese Position zu fördern, sind Nackenstützkissen ratsam. Viele dieser Modelle haben die empfehlenswerte Größe von 40 x 80 Zentimeter und tragen so bereits einen wesentlichen Teil zu einer gesundheitsfördernden Schlafhaltung bei.

Gern gekauft, werden Kissen aus Materialien mit Viskoelastizität. Sie geben bei Druck nach, sind aber nicht zu weich. Der Kopf sinkt nur so weit ein, wie es angenehm ist. Viskoelastische Kissen sind allerdings kein Qualitätsgarant.

Um von höchstem Komfort zu profitieren, müssen Verbraucher darauf achten, dass das Kissen atmungsaktiv ist, eine hohe Punktelastizität und eine bedarfsgerechte Höhe aufweist. Ist das Kissen zu hoch, werden Halswirbel überdehnt. Ist es zu flach, wird der Hals ungünstig gestreckt.

Im Idealfall ergibt die Wirbelsäule bei Seitenschläfern eine gerade Linie. Bei Rückenschläfern muss das Kissen den Zwischenraum zwischen Schultern und Kopf füllen. Das Kinn darf vom Kissen weder unnatürlich Richtung Brust gedrückt werden noch durch ein zu niedriges Kissen in die Höhe ragen. Viele Nackenstützkissen sind mit Latex und Schaumstoff gefüllt.

Hierbei gilt es kritisch auf mögliche Schadstoffe zu achten, da in der Vergangenheit Produkte mit unerwünschten Chemikalien im Handel gelandet sind. Informativ dahingehend die Ergebnisse des Produkttests unter oekotest.de.

Generell ist Latex für sehr gute Stützkraft bekannt und beliebt unter Allergikern, weil es Hausstaubmilben keine guten Lebensbedingungen bietet. Naturlatex ist zu bevorzugen, weil synthetisches Latex häufig gesundheits- und umweltschädliche Chemikalien beinhaltet.

Beliebte Materialien für Schlafsysteme auf einen Blick:

Leinen

Für heiße Tage ist Leinen vorteilhaft. Das pflanzliche Material hat das geringste Wärmevermögen in dieser Materialliste. Stattdessen punktet Leinen mit angenehm kühlenden, feuchtigkeitsregulierenden und temperaturausgleichenden Eigenschaften. Die Fasern sind bei 60 °C waschbar und ideal für Allergiker.

Baumwolle

Baumwolle ist preiswert, robust, simpel zu pflegen und gewährleistet ein gemütliches Schlafklima. Ein tolles Material für Allergiker, die nicht stark schwitzen, aber auch nicht schnell frieren. Frostbeulen sind mit tierischen Alternativen besser bedient.

Baumwolle ist preiswert, robust, simpel zu pflegen und gewährleistet ein gemütliches Schlafklima

Seide

Seide ist optimal für Menschen, die selten frieren und sich ein hautverträgliches Material wünschen. Die Atmungsaktivität ist erstklassig: Seide nimmt bis zu 40 Prozent ihres Eigengewichts auf. Das Naturmaterial kann auch von Tierhaar-Allergikern genutzt werden.

Daunen

Daunen geben angenehm warm, sind leicht und nehmen Feuchtigkeit besser auf als synthetische Materialien. Im Vergleich zu Polyester saugen Daunen teilweise das 15fache an Feuchtigkeit auf.

Da Daunen beim Waschen klumpen, ist die Pflege aufwändig. Oft hilft nur der Gang zur Reinigung. Konsequentes Lüften und Ausschütteln ist wichtig, damit Daunen ihre positiven Eigenschaften entfalten können.

Tipp: Bei tierischen Füllmaterialien ist hinsichtlich tierschutzrechtlicher Aspekte Vorsicht geboten. Nicht alle Hersteller achten darauf, dass Tiere für die Materialgewinnung weder getötet noch gequält werden. Lebendrupf bei Daunen oder die Tötung von Kamelen (Kamelflaumhaar) sowie Raupen (Seide) sind leider keine Seltenheit.

Daunen geben angenehm warm, sind leicht und nehmen Feuchtigkeit besser auf als synthetische Materialien

Schafschurwolle

Schurwolle ist pflegeleicht, atmungsaktiv und transportiert Feuchtigkeit besser als Daunen. Zudem begeistert sie mit Luftdurchlässigkeit und einer selbstreinigenden Oberfläche. Ausschütteln und Lüften ist auch hier wichtig.

Kamelhaar & Kaschmir

Bettdecken mit Kamelhaarfüllung sind praktische Allrounder. Das tierische Füllmaterial wärmt im Winter und kühlt im Sommer. Der Grund dieser Eigenschaft: Kamele leben in Regionen, die nachts relativ kalt sind, tagsüber aber sehr heiß. Ihr Fell muss die Temperaturschwankungen ausgleichen. Gegenüber Daunen sind Kamelhaare schwerer. Kaschmir wärmt ausgezeichnet, ist anschmiegsam und bringt eine gute Feuchtigkeitsaufnahme mit sich.

Tipp: Partner, die in einem Doppelbett schlafen, sollten bei unterschiedlichem Temperaturempfinden jeweils eine eigene Bettdecke verwenden. Ansonsten leiden Wohlbefinden und Schlafqualität.

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